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Die Zuger Meister

Über verkleidete Lölis, schreiende Kinder und verliebte Pärchen.

Das Städtchen am Zuger See und an der Verkehrsachse zum Gotthard florierte: Um 1200 gegründet war der Ort 200 Jahre später ein wichtiger Handels- und Umschlagsplatz für Handwerk und Gewerbe. Um ihren Beruf zu schützen, schlossen sich Handwerker zu Zünften zusammen.
Die Bruderschaften über - wachten die Qualität der Ware und den Handel. Sie pflegten den guten Ruf ihres Handwerks. Sie hielten fremde Handwerker aus Zug fern. Und sie waren schon damals eine Gemeinschaft, die Geselligkeit pflegte. In Zug hatten die Zünfte keine politische Macht. Im Gegensatz zu anderen Städten wie Zürich waren sie nicht im Rat vertreten. Vor dem Zusammenbruch des Ancien Régimes gab es 16 Zünfte.
Ab 1848 garantierte die Schweizerische Bundesverfassung das Recht auf Handels- und Gewerbefreiheit. Der eigentliche Zweck einer Zunft war plötzlich überholt: Die Kontrolle über den Handel und das Handwerk lag nicht mehr in den Händen der Bruderschaften. Nicht alle Zünfte überlebten.