Annette Windlin - Der Besuch der alten Dame

Die Geschichte von unerbittlicher Rache, einer Frau, die vom Opfer zur Täterin wird und einer Gesellschaft mit einer Moral.
Annette Windlin - Der Besuch der alten Dame
Friedrich Dürrenmatts «Besuch der alten Dame» ist nicht umsonst eines der meistgespielten Stücke des letzten Jahrhunderts. So jedoch hat die tragische Komödie aus dem Jahre 1956 noch nie jemand gesehen. Und so hat man auch Annette Windlin noch nie gesehen. In den vergangenen Jahren hat sie als Regisseurin erfolgreich auf den grossen Bühnen inszeniert. Nun steht sie endlich wieder selbst darauf und zeigt in einem Solo alle Tiefen der Claire Zachanassian und des Dorfes Güllen. Leidenschaftlich böse, verletzlich und komisch. Eine tragische Komödie über die Ohnmacht der Einzelnen, über die Feigheit und Brutalität der Gesellschaft.

Eine sehr persönliche Erfahrung, das Durchleben einer ohnmächtigen Situation, brachte Annette Windlin dazu, sich in eine intensive Recherche zum Thema Ohnmacht zu vertiefen. Mit dem Ziel, eine neue weibliche Bühnenfigur zu erschaffen, stiessen Windlin und ihr Team auf Dürrenmatts Klassiker.

Es ist die Geschichte von unerbittlicher Rache, einer Frau, die vom Opfer zur Täterin wird und einer Gesellschaft mit einer Moral. Die Geschichte der jungen Klara Wäscher, die schwanger wird von ihrem Freund Alfred Ill. Er leugnet die Vaterschaft, sie verlässt ihre Heimat mittellos und entehrt, wird in die Prostitution gezwungen. Das Kind wird ihr genommen und stirbt. Als sie im Alter zurückkehrt, milliardenschwer, nimmt sie Rache an ihrem ehemaligen Geliebten und der ganzen Stadt. Sie bietet dem mittlerweile heruntergekommenen Ort eine Milliarde für den toten Ill und verlässt den Ort am Ende mit seinem Sarg im Gepäck in Richtung Capri. Dort treffen wir sie in Annette Windlins Solo.

Windlin schlüpft blitzschnell in die unterschiedlichsten Rollen – «episches Theater», ganz im Sinne Berthold Brechts. Musikalisch begleitet wird die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin von Christian Wallner und von Videoinstallationen der Künstlerin Valentina Maria Mächler. Inszeniert von Dominique Müller, ausgestattet von Ruth Mächler.

Öffnungszeiten

Donnerstag, 2. März 2023 von 19:00 bis 22:59 Uhr.

Freitag, 3. März 2023 von 19:00 bis 22:59 Uhr.

Samstag, 4. März 2023 von 19:00 bis 22:59 Uhr.

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