Zuger Rötel – Geschichte und Tradition

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Der Zuger Rötel ist weit mehr als eine regionale Fischspezialität. Seit Jahrhunderten prägt der edle Seesaibling die Geschichte und Tradition des Kantons Zug. Einst als Zahlungsmittel geschätzt und bis nach Paris gehandelt, gilt er heute als seltene Delikatesse mit einer einzigartigen Geschichte.

Rötel Fisch

Die Geschichte des Zuger Rötels reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Bereits 1264/1280 wurde der Fisch erstmals urkundlich erwähnt. Seine Bedeutung ging damals weit über den kulinarischen Genuss hinaus: Im Mittelalter diente der Rötel sogar als Zahlungsmittel, mit dem Zinsen und Abgaben beglichen wurden.

Über die Jahrhunderte entwickelte sich der Zuger Rötel zu einer begehrten Spezialität. Noch bis ins 20. Jahrhundert wurde er lebend in speziellen Fässern transportiert und bis nach Paris verkauft.

Heute ist der Rötel eine seltene Delikatesse und ein wichtiger Bestandteil des Zuger Brauchtums. Dank dem Engagement der Berufsfischer und der kantonalen Fischbrutanlage bleibt diese jahrhundertealte Tradition erhalten. Besonders von November bis Januar findet der Zuger Rötel seinen Weg auf die Teller ausgewählter Restaurants in der Region.